Im Laufe der Schulzeit differenzieren sich Entwicklungsstand und Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler zunehmend. Um die Integration aller Kinder zu ermöglichen, müssen die Anforderungen dem individuellen Leistungsvermögen angepasst werden. Damit bleibt die Lernmotivation des Schülers erhalten. Der Jugendliche kann seine Kompetenzen entwickeln, lernt seine Stärken einzusetzen und mit Schwächen umzugehen. Das aktive, selbstbestimmte Lernen soll gefördert werden.
Damit uns dies im Unterricht noch vermehrt gelingen kann, richten wir eine offene Lernwerkstatt ein.
Von 9.55 bis 11.40 Uhr, also nach dem Hauptunterricht, können einzelne Schülerinnen und Schüler ab der 6. Klasse spezielle Angebote besuchen.
Nebst handwerklich-künstlerischen Angeboten gibt es auch Vertiefungsstunden u.a. in Deutsch, Französisch und Mathematik.
Initiativen von Schülerseite sind erwünschenswert. Grundsätzlich aber bestimmt die Lehrpersonen, welche Schülerinnen und Schüler die Angebote besuchen können. Die offene Lernwerkstatt findet während des regulären Unterrichts statt.
Die Lehrpersonen spricht sich mit den Fachlehrpersonen ab und führt Gespräche mit den betroffenen Schülern und Eltern.
Einerseits sollen Schülerinnen und Schüler das Angebot nutzen, die Mühe haben, dem regulären Unterricht zu folgen. Sie bekommen damit gezielte Hilfe, ihre schulischen Defizite aufzuarbeiten. Andererseits sollen auch begabte Schülerinnen und Schüler durch ein zusätzliches Angebot vermehrt gefördert werden. Sie erhalten einen Raum, in dem sie initiativ, kreativ und eigenverantwortlich lernen können.
Der Unterricht findet klassenübergreifend statt.
In der offenen Lernwerkstatt wird in Kleingruppen gearbeitet.
In der Regel arbeitet ein Schüler ein Quartal lang in der offenen Lernwerkstatt und dies ein- bis zweimal in der Woche. Je nach Möglichkeit des betreuenden Lehrers kann der Schüler/die Schülerin der Lernwerkstatt in dessen Fachunterricht weiter gefördert werden.