Eine Besonderheit der Rudolf Steiner Schulen ist der Epochenunterricht. Die Fächer Deutsch, Geschichte und Kunstgeschichte, Geographie, Naturwissenschaften und Mathematik werden epochenweise während der ersten zwei Vormittagsstunden erteilt, derart, dass über mehrere Wochen das gleiche Unterrichtsgebiet zur Behandlung kommt. Dadurch ist eine gründliche und qualitative Vertiefung des Stoffes möglich und die Inhalte bleiben nicht auf einer oberflächlichen Ebene stecken, sondern dringen so ins gefühlsmässig Erlebte ein.
Die Schule legt grossen Wert auf die Klassengemeinschaften und will nicht nach den verschiedenen Fähigkeiten der Schüler/innen selektionieren. Indem Schüler mit verschiedenen Begabungen gemeinsam lernen und arbeiten, können sie die Bereitschaft zu gegenseitiger Hilfe und ein Verständnis für andere soziale Verhältnisse im späteren Leben entwickeln.
Einen besonderen Stellenwert haben Fächer wie Eurythmie, Musik mit Chor und Orchester, Gartenbau, Textiles Werken, Holz- und Metallbearbeitung. Diese wecken Kreativität, Initiative und soziale Fähigkeiten. Sie entfalten und stärken das Gemüt, die Phantasie, die Willensbildung und steigern und beleben die Lernfähigkeit auf allen Gebieten.
Französisch und Englisch lernen die Kinder spielerisch und nachahmend vom ersten Schuljahr an. Die Nachahmungskräfte, mit denen sich das Kind die Muttersprache erworben hat, sind um diese Zeit noch wirksam und können für das Einleben in die Fremdsprachen genützt werden.